Qualität statt billig – So denken die Menschen heute

Die „Geiz ist geil!“-Mentalität hat längst Einzug gehalten in die Köpfe der Konsumenten. Zwar ist Sparen beim Kaufen grundsätzlich keine schlechte Idee. Dennoch muss man die von Megasellern propagierten Werbeaussagen kritisch hinterfragen, denn auch und besonders diese Unternehmen haben letztlich nichts zu verschenken. Am Ende zählt auch für sie nur der Gewinn.

Viele Discounter-Ketten haben mittlerweile ebenfalls auf diese Geiz-Mentalität abgehoben und bieten ihre Waren zu nahezu unschlagbaren Preisen an. Als Variante zu diesen Billigwaren gehen andere Anbieter dazu über, mehr Ware zum Superpreis zu offerieren.  Dies betrifft nicht nur die Hausmarken der einzelnen Discounter. Auch Hersteller renommierter Markenprodukte greifen zunehmend zu diesem Marketing-Trick.

Insbesondere bei den Billigprodukten zum Superpreis muss man sich als Konsument allerdings fragen, wie ein solcher Preis zustande kommt. Oft wird durch solche Angebote sogar suggeriert, dass Markenhersteller den Konsumenten nur abschröpfen möchten. Dies ist jedoch nur bedingt der Fall. Grundsätzlich ist das Ziel, Gewinn zu erwirtschaften, ja auch Sinn und Zweck eines Unternehmens.

Ein Produktpreis setzt sich allerdings aus vielen Faktoren zusammen. Dies beginnt bei der Entwicklung, geht weiter über die Produktion mitsamt Rohstoffeinkauf und Personalkosten über Marketing und Vertrieb bis zur Serviceleistung nach Kauf.

Sicher kann man als Hersteller in all diesen Bereichen Kosten einsparen, doch irgendwo sind auch die Grenzen zwischen Qualität und Mindestpreis. Ein häufiger und oft auch bestätigter Vorwurf bei den Billigprodukten betrifft die Arbeitsbedingungen bei der Produktion, sowohl im Hinblick auf die Arbeitskräfte als auch auf die Arbeits- und Umweltbedingungen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Qualität aufgrund mangelhafter Rohstoffe und schlechter Verarbeitung.

Wenn ein Billigprodukt seinen Zweck nur unzureichend erfüllt oder bereits nach kurzer Zeit seinen Geist aufgibt, muss er durch einen Neukauf ersetzt werden. Zu all dem Ärger und Aufwand gesellen sich also zusätzliche, im Grunde vermeidbare Kosten. Es gilt hier die alte Regel: Wer billig kauft, kauft zweimal. Der Händler freut sich.

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